Parkettarten

Welche Arten von Parkett gibt es?

 

Stabparkett

 

Massiv, wertbeständig und vielseitig – das sind die „Grundwerte” von Stabparkett. Unter Parkettböden gilt es als wandlungsfähiger Klassiker. Denn diese massiven Holzstäbchen bieten viel Spielraum, was das Verlegemuster angeht. Je nach eigenem Gusto und Charakter des Raumes können die meist 20 mm dicken und rund 70 mm langen Holzstäbchen viele Designs bedienen: von der parallel verlegten Schiffsboden-Anordnung über das bekannte Fischgrät-Muster bis hin zum aufwendigen Mauerfries, eine Art Bodenbordüre. Selbstverständlich gibt es auch Holzstäbchen mit einer etwas höheren oder schmaleren Dicke beziehungsweise Länge.

 

Stabparkett – ein zeitloser, wandlungsfähiger Klassiker

 

Stabparkett blickt auf eine lange Tradition zurück und ist dabei dennoch immer jung und vielfältig geblieben. Daher gilt dieses Massivparkett auch als zeitloser, wertbeständiger Fußboden. Meistens wird es aus Eichenholz hergestellt, immer sollte es von professionellen Händen verlegt werden. Denn Stabparkett mit seinem Nut-Feder-Profil muss vollflächig verklebt und anschließend noch abgeschliffen und versiegelt werden. Dies erledigen am besten erfahrene Hände mit kompetentem Know-how und großem gestalterischen Geschick bezüglich des Verlegemusters.

 

Übrigens: Sie können durchaus Stabparkett bei Warmwasser-Fußbodenheizung verwenden. Das vollflächige Verkleben macht’s möglich.

Massivholzdielen

 

Moderne Massivholzdielen sind die Nachfahren der traditionellen Dielen, die im letzten Jahrhundert noch vielfach direkt auf den Deckenbalken aufgebracht wurden. Massivdielen gehören daher zu den ältesten Holzbodenarten, die in Wohnhäusern und anderen Nutzgebäuden verwendet wurden. Die Massivdiele ist die Variante, die in einem Holzboden den Charakter von Natur und Echtheit am deutlichsten widerspiegelt. Massivdielen haben daher immer noch viele Freunde und sind nach wie vor sehr populär. Um den natürlichen Charakter beizubehalten, wurden Massivdielen in der Vergangenheit oft nur mit Wachs behandelt. Heute wird die Massivholzdiele ähnlich verlegt und behandelt, wie viele andere Holzböden.

Hochkantlamellenparkett

 

Hochkantlamellenparkett entsteht bei der Produktion von Mosaikparkett als Abfallprodukt. Die ,abfallenden‘ Holzblättchen sind circa acht bis zehn Millimeter breit und bis zu 23 Millimeter hoch und verfügen über einen einheitlichen Querschnitt. Allerdings werden sie nicht nach Farbe sortiert. Das ist auch der Grund, wieso der auch als Industrieparkett bezeichnete Bodenbelag farblich reizvolle Kompositionen aufweisen und somit einen Raum das besondere Etwas verleihen kann.

 

Die Holzlamellen werden mittels Klebestreifen hochkant auf eine zu einer Verlegeelement verarbeitet und vollflächig verklebt verlegt. Die Hochkantlamellen können aufgrund ihrer Holzstärke öfter abgeschliffen werden. Dies war der Grund, weshalb man es früher ausschließlich in stark beanspruchten Bereichen und auf Industrieflächen verlegt hat. Somit erhielt das Hochkantlamellenparkett seinen Zweitnamen: Industrieparkett.

 

Unser Tipp: Bevor Sie den Kleber auf Ihren trocknen und sauberen Boden verteilen, sollten Sie alle Pakete Ihres Industrieparketts öffnen und gegebenenfalls nach Farbgebung etwas sortieren. Somit verhindern Sie, dass Ihre Bodenfläche zu „bunt“ wirkt oder Sie setzen genau wegen der Farbunterschiede gezielt besondere „Effekte“.

Mosaikparkett

 

Mosaikparkett besteht aus kleinen Massivholzlamellen, die bis zu 8 – 10 mm stark sind. In der Regel haben diese Lamellen eine Breite bis zu 25 mm und Längen bis zu 165 mm, die als Verlegeeinheiten in einem Verband zumeist durch ein Klebenetz auf der Unterseite zusammengehalten werden. Als Trägerplatten werden aber auch Spanplatten oder andere Holzplatten verwendet.

Der Würfel ist ein häufig gesehenes Muster für das Mosaik. Daneben werden auch Schiffsverband, Fischgrät und Parallelverband gerne eingesetzt. Das Mosaikparkett wird vollflächig mit dem Untergrund verklebt.

 

Eigenschaften von Mosaikparkett:

  • große Auswahl an Holzarten, Sortierungen und Verlegemustern
  • geringer Wärmedurchlasswiderstand durch geringe Einbauhöhe ideal bei einer Fußbodenheizung (außer Ahornparkett, da dieses zu stark arbeitet)
  • mehrmals renovierbar und somit sehr strapazierfähig
  • aufgrund des günstiges Verhältnis der Lamellenstärke zur Lamellenbreite ist Mosaikparkett äußerst stabil

 

Unser Tipp: Mosaikparkett sollte von einem Fachmann verlegt werden, um eine hohe und langlebige Qualität sicherzustellen.

 

Mosaikparkett wird in der Regel in roher Form verkauft, d.h. es wird erst nach dem Einbau veredelt. Sie können aus einer Vielzahl von Oberflächenendbehandlungen wählen, die die Farbe und den Charakter der Oberfläche bestimmen und Ihrem Boden einen einzigartigen Stil verleihen: lackieren, ölen oder beizen sind nur einige der möglichen Optionen. Fragen Sie Ihren Bodenexperten nach den angebotenen Optionen.

Tafelparkett

 

Auch als französisches Parkett bezeichnet, besteht Tafelparkett aus Parketttafeln, die ein Bild oder geometrisches Muster enthalten, das aus verschieden großen Holzelementen erschaffen wurde. Diese werden auf ein Trägerholz geklebt, was die Parketttafeln ergeben. Dabei werden heimische und teilweise auch exotische Hölzer, aber auch Altholz verwendet.Häufig findet sich bei den Mustern eine Kombination von verschiedenen Holzarten.

Intarsien Parkett: einzigartig und individuell

 

Einlegearbeiten in Form von Wappen, Schriftzügen oder floralen Ornamenten, den sogenannten Intarsien machen Tafelparkett zu einer ganz besonders aufwendigen Ausführung. Dieses Parkett finden Sie oft in Schlössern oder herrschaftlichen Räumen. Es ist meist lackiert und wirkt mit seinen komplexen Mustern sehr edel und exklusiv.

Für die oft quadratischen Holztafeln werden Nut und Feder als gängige Verbindung hergenommen. Tafelparkett ist sowohl als Massivparkett erhältlich, kann aber auch mehrschichtig aufgebaut sein. In der Regel wird Tafelparkett, wie die meisten massiven Parkettarten auch, vollflächig verklebt. Die Verlegung sollte durch einen Fachmann oder durch einen handwerklich sehr begabten Heimwerker erfolgen. Die quadratischen Tafeln müssen exakt passen, damit ein einheitliches Verlegebild entsteht.

Fertigparkett

 

Einfach ausgedrückt, besteht Fertigparkett aus mehr als einem massiven Stück Holz, so wie es bei Massivparkett der Fall ist. Die oberste Schicht, die so genannte Nutzschicht, besteht aus dem Vollholz, das Sie sehen werden, wenn der Boden verlegt ist. Fertigparkett steht für Qualität, Stabilität und Zuverlässigkeit. Es ist aus mehreren Hartholzschichten aufgebaut, die jeweils gegenläufig miteinander verklebt sind. Das erhöht die Stabilität des Bodens deutlich und das Quell- und Schrumpfverhalten wird im Vergleich zu Massivparket deutlich verringert. Die Konstruktion der Verlegelemente macht sie sicherer für den Einsatz in Bad und Küche, wo in der Regel höhere Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen herrschen. Ebenso kann Fertigparkett, vollflächig verklebt, auch über einer Fußbodenheizung verlegt werden.